Der Wiescheider Leuchtturm strahlte zum Geburtstag

Können 5 Jahre Arbeit eines ehrenamtlich betriebenen Stadtteiltreffs in 5 Stunden abgebildet werden? Ja, es gelang. Drehorgelmusik- wie vor 5 Jahren bei der Eröffnung- erklang und der Wiescheider Treff konnte am Samstag bei schönstem Sommerwetter mit einem bunten und lebendigen Programm sein kleines Jubiläum feiern. Stadtspitze mit Bürgermeister und Erstem Beigeordneten, Politik und Vereine und ganz viele kleine und große Besucherinnen und Besucher gratulierten dem Ehrenamtsteam des Wiescheider Treffs zur erfolgreichen Arbeit.

Bürgermeister Gerold Wenzens unterstrich in seiner Rede die Kennzeichen dieses besonderen Begegnungs- und Bildungsortes für alle Generationen, der sich in kürzester Zeit mit vielfältigen, interessanten, aktuellen und „durchaus schwierigen“ Themen einen Namen gemacht habe. 1604 Veranstaltungen in 5 Jahren, täglich geöffnet, und monatlich mehr als 500 ehrenamtlich geleistete Stunden lobte er.“ Die Litfaßsäule ist zu einem Leuchtturm in Wiescheid geworden und strahlt weit über Langenfeld hinaus, wofür die Stadt sehr dankbar ist“.

Mona Ende, die frühere Quartiersbeauftragte der Stadt und eingeladen als Vertreterin der Anfänge, unterstrich in ihrer Dankesrede an den Wiescheider Treff die Bedeutung von Engagement, Zusammenarbeit, Verlässlichkeit, Nachbarschaft, Offenheit, Strahlkraft, Demokratie und Mut, die diesen Treff kennzeichnen. “Ich beglückwünsche Euch zu dieser erfolgreichen Arbeit und freue mich, Euch am Anfang begleitet zu haben“.

Auch das Traditionspaar der Stadt Langenfeld, Monika und Helmut Schoos, ließ es sich nicht nehmen, diesen Begegnungsort zu würdigen und überreichte Birgit Schorn als Vorsitzender des Trägervereins und Doris Sandbrink vom Leitungsteam den Traditionsorden. “Wir als Postillions symbolisieren die Geschichte Langenfelds und treten bei feierlichen Anlässen als Repräsentanten der Stadt auf. Heute feiern wir den Wiescheider Treff als Ort der Begegnung“.

Den Verantwortlichen des Wiescheider Treffs war es wichtig , auf die gute Kooperation von engagierten Bürger*innen aus Wiescheid mit Stadtverwaltung und Politik, den Nachbarvereinen und Bildungseinrichtungen hinzuweisen. „Wir möchten zeigen, dass es sich lohnt, sich zu engagieren und dass man etwas verändern kann. Wir sind stolz auf unseren Zusammenhalt im Team und unseren Ort der gelebten Demokratie im Quartier“ so Doris Sandbrink stellvertretend für das Team.

Die Oldtimer des Feuerlöschzugs Solingen fesselten große und kleine Besucher. Das „Wasser Marsch“ Spritzen mit Schlauch auf Pylonen mit Tennisbällen war beliebt bei Familien ebenso wie Bastelaktionen für Kinder. Ein nach allen Regeln der Kunst organisiertes Boule Turnier „Wiescheid open“ wurde von der ZWAR-Gruppe Wiescheid Solingen begleitet.

Zum großen Demokratie Jenga-Spiel des Bündnisses „Wir für Demokratie“ musste Eva Kirbisch nicht mehr viel erklären, es war bekannt und permanent im Einsatz und bis zu 32 Reihen wurden die Klötze hochgestapelt bis sie laut polternd zusammenkrachten – ein neuer Rekord in Wiescheid.

So gab es Angebote für alle Generationen und wer nur Zuhören wollte, konnte eine Stunde Volker Schwebke beim Interview der Nachbarn, Kooperationspartner, Referent*innen, Besucher*innen und Publikum folgen. Eine Ausstellung der Highlights der letzten 5 Jahre, die draußen zu besichtigen war, schauten sich viele Menschen staunend an und drinnen gab es eine Fotoshow mit über 1000 Fotos aus der Geschichte des Wiescheider Treffs.“ Ihr Ideenreichtum und die professionelle Umsetzung der Projekte sind bewundernswert“ so eine Besucherin.

Und richtig rockig und authentisch ging es nachmittags in dem Live Konzert der Cover Band Vintage mit Songs der 70iger und 80iger Jahren ab.

Zum Schluss zogen drei Kinder 13 Gewinnerinnen und Gewinner, die sich an dem Fragebogen zur Zufriedenheit mit dem Angebot des Treffs beteiligt haben. Schöne Rückmeldungen am Schluss

„Es war ein tolles Fest“

„Bitte macht noch lange weiter, wir brauchen euch“

„Sie sind Wiescheids Mittelpunkt geworden und wir wünschen Ihnen weiterhin diese Kraft und den Schwung“
„Wir finden im Treff lockere Unterhaltung bei ‚lecker‘ Kuchen, anregende Spiele, kritische Auseinandersetzung in bunter Themenvielfalt, können Neues aus dem Feld der Wissenschaft lernen, mit Vorträgen durch die Welt reisen u.v.m. und nicht zuletzt auch die Mitwirkung in unserer Stadtgesellschaft gestalten“.