
Bestattungskulturen im Wandel
Einen besseren Einstieg gab es kaum für das Thema der Infoveranstaltung zum Wandel der Bestattungskultur, die am 6.3. im Wiescheider Treff vor interessiertem Publikum stattfand. Zugegeben kein leichtes Thema bei strahlendem Sonnenschein und Frühlingswetter Anfang März.
Daniel Mateina, der als Bestatter und Dozent arbeitet, vermittelte sehr anschaulich, wie sich die Bestattungsformen und Kulturen und damit zusammenhängend die Anforderungen für Bestatter im Laufe der Jahre verändert haben. Trend zu Feuerbestattungen, weg vom Familiengrab hin zu pflegeleichten, pflegearmen oder gar anonymen Gräbern sowie Baum, Wiese, See sind Stichworte. Weiterer Trend ist die zunehmende Individualisierung bei der Trauerfeier. Da kann eine Urne vom ratternden Motorrad zum Grab gefahren werden , Hobbys der Verstorbenen dekorationsmäßig und musikalisch in den Mittelpunkt gerückt werden. Auch dass durchgängig Karnevalsmusik gespielt wurde, wenn es der Verstorbene gewünscht hatte, haben Anwesende im Publikum schon erlebt. Der Phantasie und Gestaltungskraft sind offenbar keine Grenzen gesetzt. Das Motto lautet oft für die Bestatter “ Bitte persönlich und ganz individuell“. Das sind alles Herausforderungen, die das veränderte Berufsbild von Bestattern prägen, und Daniel Mateina vermittelte anschaulich die Bandbreite seines Berufes und erläuterte, welche Möglichkeiten Menschen haben, wenn sie zu Lebzeiten das Heft des Handeln selbst in der Hand haben und vorsorgen möchten.
Differenziert wurde über Aspekte der Bestattungsvorsorge(„eine Sorge weniger“) informiert. Herr Mateina versprach wiederzukommen und ein Handout für die Anwesenden zur Verfügung zu stellen. Diese dankten dem Referenten sehr herzlich und nachdenklich zugleich für die fundierte Informationsveranstaltung.(DS)



